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Die Keimzelle der Stadt Bonn
Keimstätte
des Bonner Münsters und damit auch Keimstätte der Stadt Bonn ist die
CELLA MEMORIAE. Denn von hier aus entwickelte sich der
mittelalterliche Stadtkern.
1928 fand man diese spätantike
Totengedächtnisstätte bei Ausgrabungen unter dem Bonner Münster.
Derzeit lagert Sie im Depot des Rheinischen Landesmuseums. Die
Rückholung der „Cella memoriae ist ein ehrgeiziges Projekt der
Bonner Münster-Stiftung sein.
In der am Rande eines römischen
Gräberfeldes aufgefundenen Totengedechtnisstätte fanden sich
zwei blockartige gemauerte Tische und eine an drei Seiten
umlaufende Sitzbank. Es war der Ort für Gedächtnismahle, ein
heidnischer Brauch, der anfangs auch von den Christen
praktiziert wurde.
Ältestes christliches
Zeugnis
Der Fund unter dem Bonner Münster
gilt deshalb allgemein als früheste christliche Memorie
Niedergermaniens, als ältestes christliches Zeugnis im
Rheinland, wie auch als Keimzelle der mittelalterlichen Stadt
Bonn. Die Ende des vierten Jahrhunderts darüber errichtete erste
kleine Saalkirche wird mit den Namen der christlichen
Soldatenmärtyrer Cassius und Florentius verbunden. |
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Kaiserin Helena
Hartnäckig
hält sich im Mittelalter die Überzeugung, dass die Kaiserin Helena
nach Bonn gekommen sei und hier die Gebeine der Heiligen gefunden
und geborgen habe. Was historisch nicht beweisbar ist, kann aber
durchaus möglich sein. Im Münster wird ihr Andenken bewahrt.
Im hinteren Teil des Münsters steht
eine überlebensgroßen Statue der hl. Helena. Gestiftet wurde die
Bronzestatue von Kardinal Franz Wilhelm Graf von Wartenberg im 17.
Jahrhundert.
Helena (geboren um 250) war eine
schöne Gastwirtin
aus Kleinasien. Den Offizieren der römischen
Besatzungsarmee war sie zu Diensten. Sie wurde die Geliebte des
Konstantius, dem sie einen Sohn gebar, Konstantin. Konstantius
verstieß Helena. Auch ihren Sohn musste sie hergeben. Als Konstantin
Kaiser wurde, erhob er seine beiseite geschobene Mutter Helena zur
Kaiserin. In hohem Alter wallfahrte sie ins Heilige Land und dort
fand sie nach der Legende das Kreuz Christi. Mehrmals hielt sie sich
in Trier auf.
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Krönungskirche
Heinrich
II. von Virneburg krönte am 25. November 1314 Friedrich III. von
Österreich (genannt der Schöne) zum deutschen König, nachdem zuvor
dessen Vetter Ludwig von Bayern zum König gewählt und in Aachen
gekrönt worden war. Als Gegenkönig konnte Friedrich III. sich bis
1322 halten, dann wurde er in der Schlacht bei Mühldorf vernichtend
geschlagen.
Die zweite
Königskrönung fand am 26. November 1346 statt. Diesmal krönte
Erzbischof Walram von Jülich auf Wunsch und Drängen des Papstes den
Markgrafen Karl von Mähren zum Gegenkönig. Karl IV., wie er sich von
nun an nannte – 1355 in Rom zum Kaiser gekrönt und Begründer der
ersten deutschen Universität – gilt als der bedeutendste Herrscher
des Spätmittelalters.
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Päpstliche Basilika minor

Der Pfingstsonntag 1956 war ein
besonders festlicher Tag in der Geschichte unseres Münsters. Der
Apostolische Nuntius Erzbischof Aloysius Münch feierte mit den
Bonnern die Erhebung ihres zentralen Gotteshauses zur „Päpstlichen
Basilika minor“.
Unterhalb dieser Erzbasiliken (basilica
maior) sind vom Apostolischen Stuhl herausragende Gotteshäuser mit
dem Titel Basilika (=basilica minor = kleine/niedere Basilika)
ausgezeichnet worden, zunächst nur in Rom, dann in Italien und
schließlich in der ganzen Welt. Waren solche Erhebungen bis zum Ende
des 19. Jahrhunderts noch selten, so wurden im 20. Jahrhundert immer
öfter ehrwürdige Gotteshäuser zu Basiliken erhoben. Sinn dieser
Erhebung ist, die enge Verbundenheit des Papstes mit den
Ortskirchen, die am deutlichsten durch die Bischofskirchen sichtbar
wird, auch durch die Basilicae Minores zu bekunden und beim Volk
Gottes beliebte und viel besuchte Zentren des geistlichen Lebens zu
würdigen. 1897 wurde erstmals eine deutsche Kirche zur päpstlichen
Basilika erhoben: Vierzehnheiligen.
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Benedikt XVI. in Bonn

An der Bonner Rheinischen
Friedrich-Wilhelm-Universität begann 1959 die akademische Laufbahn
des Universitätslehrers Joseph Ratzinger. Von 1959 bis 1963 lehrte
er als Ordinarius für Fundamentaltheologie an der
Katholisch-Theologischen Fakultät.
Aber auch das Bonner Münster war und ist dem Papst
immer noch in guter Erinnerung. "Gerne wäre ich nach Bonn und ins
Münster gekommen", sagte er dem Stadtdechanten bei einem Empfang im
Rahmen des Weltjugendtages. Einige Bonner und vor allem die alten
Sakristane wissen, dass Papst Benedikt seinerzeit oft im Münster am
Verkündigungsaltar (neben Sakristeieingang) und am Johannesaltar
(der die Taufe Jesu zeigt, südliches Querschiff) die heilige Messe
feierte.
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